Holzfassade: worauf es ankommt
Bekleidung und tragende Wand unterscheiden
Eine Holzfassade ist häufig eine Außenwandbekleidung vor der eigentlichen Wandkonstruktion. Sie ist nicht mit einer tragenden Holzrahmenwand gleichzusetzen. Untergrund, mögliche zusätzliche Dämmung und die Verankerung der Unterkonstruktion bestimmen den Aufbau. Bei einer Sanierung müssen Zustand und Funktion der bestehenden Schichten bekannt sein, bevor neue Profile montiert werden.
Hinterlüftung und Wasserableitung zusammen planen
Niederschlag darf nicht dauerhaft in der Konstruktion verbleiben. Der hinter der Bekleidung geplante Raum und die Zu- und Abluftbereiche müssen ihre Funktion behalten. Anschlüsse und Wasserführung unterstützen die Rücktrocknung. Details am Sockel, an Fenstern und oberen Abschlüssen sind dabei ebenso wichtig wie die ungestörte Fassadenfläche. Der Ratgeber zum hinterlüfteten Aufbau ordnet die Aufgaben der einzelnen Schichten.
Profile und Fugen verändern den Schutz
Horizontale und vertikale Bekleidungen erfordern passende Unterkonstruktionen und Befestigungen. Eine offene senkrechte Bekleidung lässt mehr Witterung an die darunterliegenden Schichten gelangen als eine geschlossene Ausführung. Holzbau Deutschland weist deshalb auf erhöhte Planungsanforderungen hin. Ein bestimmtes Fugenbild sollte erst festgelegt werden, wenn die dahinterliegende Konstruktion dafür geeignet ist.
Oberfläche und Veränderung akzeptieren
Unbehandeltes Holz verändert seine Farbe durch Bewitterung. Die Wirkung kann an geschützten und exponierten Stellen unterschiedlich ausfallen. Beschichtete Oberflächen verlangen eine auf das System abgestimmte Pflege. Fragen Sie auch nach Zugänglichkeit für spätere Wartung. Die Gestaltung lässt sich mit einem Holzanbau oder neuen Holzrahmenbauteilen abstimmen, ohne dass daraus derselbe Leistungsumfang folgt.
Ein vollständiges Fassadenangebot
Vergleichen Sie Fläche, Holzprofile, Unterkonstruktion, Befestigung und Anschlussausbildung. Gerüst, Rückbau, Dämmarbeiten und Untergrundreparaturen sind ausdrücklich abzugrenzen. Viele Öffnungen oder schwierige Sockeldetails verändern den Aufwand gegenüber einer einfachen Fläche. Der Kostenratgeber hilft, diese Positionen zu erfassen.