1A HolzbauNordrhein-Westfalen

Die Entscheidung vorbereiten

Welche Schicht übernimmt welche Aufgabe?

Die tragende Außenwand, eine mögliche Dämmung, die wetterbeanspruchten Schichten und die Holzbekleidung haben verschiedene Funktionen. Die Bekleidung prägt die Gestaltung und vermindert direkte Witterungseinflüsse auf die dahinterliegenden Bauteile. Sie macht die darunterliegende Wand aber nicht automatisch luftdicht oder tragfähig. Eine bestehende Konstruktion muss deshalb vor einer neuen Bekleidung untersucht und in den Aufbau einbezogen werden.

Hinterlüftung und Wasserführung gehören zusammen

Der hinter der Bekleidung vorgesehene Raum und seine Öffnungen unterstützen die Rücktrocknung. Zu- und Abluftbereiche dürfen durch spätere Details nicht funktionslos werden. Gleichzeitig muss eintretendes Wasser kontrolliert abgeführt werden. Eine große freie Fläche allein schützt nicht vor Feuchtenestern an Anschlüssen. Der allgemeine bauliche Holzschutz und das konkrete Fassadensystem sind zusammen zu betrachten.

Die Unterkonstruktion muss zur Bekleidung passen

Profile werden über eine Unterkonstruktion mit dem Gebäude verbunden. Richtung, Befestigung und der tragfähige Untergrund müssen zu Lasten und gewähltem Aufbau passen. Horizontale und vertikale Bekleidungen verlangen unterschiedliche Detailentscheidungen. Übernehmen Sie daher kein beliebiges Lattenraster aus einer anderen Konstruktion. Die Fachplanung bestimmt die geeignete Ausbildung für das Projekt.

Offene Fugen sind eine eigene Planungsfrage

Holzbau Deutschland weist bei offenen senkrechten Außenwandbekleidungen darauf hin, dass sie geringeren Witterungsschutz bieten als geschlossene Ausführungen. Dadurch steigen die Anforderungen an die darunterliegenden Schichten und die Detailplanung. Ein offenes Fugenbild ist deshalb keine rein optische Alternative. Die veröffentlichte Planerinformation ergänzt diese besondere Ausführung; sie ist nicht mit einer pauschalen Freigabe jedes offenen Profilsystems gleichzusetzen.

Sockel, Fenster und Abschluss nicht auslassen

Am Sockel treffen Wasserbeanspruchung und die Nähe zu angrenzenden Flächen zusammen. Bei Fenstern und Türen müssen Bekleidung, Anschluss und Wasserableitung zusammenpassen. Obere und seitliche Abschlüsse sollen die geplante Funktion der Hinterlüftung erhalten. Diese Details beeinflussen die Dauerhaftigkeit ebenso wie die Holzart. Eine nachträgliche Beschichtung ersetzt keine mangelhafte Wasserführung.

Vom Aufbau zur konkreten Anfrage

Nennen Sie Wandaufbau, betroffene Fläche, Gebäudehöhe und gewünschte Profilrichtung. Falls Dämmung ergänzt oder eine alte Bekleidung entfernt werden soll, gehört das ausdrücklich in die Beschreibung. Die Seite Holzfassade planen und anfragen führt zur Bauaufgabe. Der Kostenratgeber hilft, Unterkonstruktion, Gerüst und Anschlussarbeiten im Angebot wiederzufinden. Eine Übersicht über weitere Bauaufgaben bietet Holzbau NRW.